Wir sind eine unabhängige Bürgerinitiative, die sich gegründet hat, um den fortschreitenden Grünfrass in Eimsbüttel einzudämmen.

Eimsbüttel ist ein lebens-und liebenswürdiger Teil unserer Stadt und zugleich der am dichtesten besiedelte Bezirk Hamburgs. Das bewog Politik und Verwaltung Ende der 90iger Jahre, eine grüne Achse von Kleingartenanlagen, Sportstätten und Wildwiesen als Stadtpark Eimsbüttel auszuweisen.

Jetzt plant das Bezirksamt Eimsbüttel, im Verlauf Lenzweg/Julius-Vosseler-Straße ein umfangreiches Wohnungsbauprogramm auf dem Gebiet des Stadtparks Eimsbüttel – der öffentlichen Kleingartenkolonie Mühlenkoppel. Damit sind weder Gartenbesitzer noch An- und Einwohner einverstanden.



Öffentliche grüne Wege
Öffentliche grüne Wege
Jahrzehnte alter Baumbestand
Jahrzehnte alter Baumbestand
Parkabschnitt an der Hagenbeckstrasse
Parkabschnitt an der Hagenbeckstrasse

GRÜN UND WOHNRAUM FÜR ALLE LÖSEN SICH IN LUFT AUF

Vorgesehene Bauträger auf dem Grund des jetzigen Kleingartenvereins Mühlenkoppel sind der Investor Quantum AG und die Wohnungsbaugenossenschaft DHU. Beide Träger nutzen eigene Flächen nicht für den Neubau von Wohnungen, sondern als Tauschobjekte. Einer Gruppe von ca. 12 Kleingärtnern der „Mühlenkoppel" soll im Zuge eines Tausches ein seit den 30er Jahren bebautes Grundstück der DHU an der Hagenbeckstraße angeboten werden, wofür fast 60 preiswerte Wohnungen abgerissen werden. Diese bereits an das Fernwärmenetz angeschlossene Fläche soll Kleingarten werden und die Kleingärten entlang der Julius-Vosseler-Straße sollen Wohnraum werden — ein Widersinn.

Die übrigen Kleingärtner sollen auf ein Grundstück im Überschwemmungsgebiet der Kollau umziehen, das die Quantum vor einigen Jahren aus Kirchenbesitz kaufte. Als Baugrund wertlos aber nützlich, um Quantum jetzt die Anwartschaft auf das Filetstück „Mühlenkoppel" zu verschaffen, — welch eine Geldanlage!

Werden die Pläne von Investoren und Senat realisiert, ergibt sich nicht nur eine Verringerung der Grünflächen. Auch der im sogenannten „Drittel-Mix" vorgesehene Anteil an Sozialwohnungen wird durch den Abriss des preisgünstigen Wohnraums Hagenbeckstrasse unwirksam. Verlierer sind Umwelt und Sozialstaat.

Bebauung Lokstedt

ZUKUNFT DES „STADTPARK EIMSBÜTTEL” AUF DEM AUTOBAHNDECKEL?

Man muss kein Hellseher sein: Auch die verbleibenden Kleingärten im „Stadtpark Eimsbüttel" werden mittelfristig auf dem Speiseplan von Senat und Bauinvestoren stehen. Schon wurde den nächsten Gartenbesitzern am Spannskamp gekündigt und eine Anwartschaft auf dem Autobahndeckel angeboten.

Fest steht: Bezahlbarer Wohnraum in Hamburg tut not, aber mit Weitsicht und Verstand. Und fest steht, dass Eimsbüttel der Bezirk mit der größten baulichen Nachverdichtung und dem geringsten Angebot an Frei- und Grünflächen ist. Hier gilt es, richtungsweisend und umsichtig in die Zukunft zu planen und das unter Berücksichtigung des Klimawandels, der Bodenversiegelung und einer durchdachten Infrastruktur.

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